Endlich! Die Zebras stürzten das große Barça in dessen eigener Halle! Ohne Frage, die Spanier waren bislang der Gegner, der den Kielern die meisten Tränen und schlaflose Nächte bereitet hat. Wegen dieser Mannschaft verlor Kiel die Champions League 2000, scheiterte ein Jahr später im Halbfinale und vier Jahre später vepasste es das Halbfinale! Aber jetzt ist alles vorbei, weil der THW zeigte, dass er auch in der berühmten "Palau Blaugrana" gewinnen kann. Und wie!
Nach 15 sehr ausgeglichenen Minuten gingen die Hausherren, die sich sehr aggressiv verteidigten, zum ersten Mal mit zwei Toren in Führung (9:7). Es waren sogar drei in der 18. Minute (11:8), aber die Gäste glichen aus, unter anderem mit zwei Toren von Nikola. Am Ende der 1. Halbzeit war alles ausgeglichen: 15:15.
Die 2. Halbzeit brachte einen Spieler ganz groß raus: Thierry Omeyer (21/2 Paraden). Der Franzose begann, mit seinen Paraden die Gastgeber zu versunsichern. Barcelona führte mit 18:16 nach 38 Minuten, aber Kiel traf sechsmal in Folge zum 22:18/44. Lund verletzte sich im Angriff, Niko bekam eine Strafzeit und der Gastgeber glich innerhalb von drei Minuten zum 22:22 aus. Alfred Gislason nahm ein Time-Out und seine Mannschaft übernahm die totale Kontrolle über die Partie.
Omeyer hielt unglaublich, zeigte sich unbezwingbar, und das sogar vom Siebenmeter-Punkt (0/3 für Barcelona). Vier Minuten vor dem Ende führte der Deutsche Meister mit 29:23! Die Katalanen kamen auf vier Tore (29:25/58.) heran, aber die Entscheidung war schon gefallen und die Zebras feierten am Ende einen verdienten Sieg: 31:27.
FC Barcelona: Hvidt (1.-48., 52.-60., 13 Paraden), Losert (48.-52., keine Parade); Nöddesbo (6), Garcia (5), Tomas (1), Garabaya, Lozano (2), Ugalde, Ben Amor (1), Nagy (7), Jernemyr, Boldsen (3), Hansen (2), Rocas; Trainer: Cadenas
THW Kiel: Omeyer (1.-60., 21/2 Paraden), Palicka (n.e.); Lund, Andersson, Lundström (n.e.), Kavticnik (6), Anic (n.e.), Lövgren (2), Ahlm (6), Zeitz (1), Karabatic (7), Klein (4), Jicha (5); Trainer: Gislason