In einem temporeichen Spiel startete der Gastgeber besser und führte mit 2-3 Toren, ehe Dominik Klein an die Spitze der 5:1-Deckung in der Abwehr ging. Das Ziel war, Karol Bielecki auszuschalten und das gelang sehr gut. So konnten Kavticnik und Klein ihre Mannschaft zum ersten mal in Führung bringen (13:12/ 16.). Bis zur Halbzeit baute Kiel sein Polster auf maximal 2 Tore aus. Verantwortlich für dÃe Wende war in erster Linie der Kapitän Stefan Lövgren, der zur Pause schon 10 Treffer auf seinem Konto hatte.
In der zweiten Halbzeit erhöhte das Team von Alfred Gislason seinen Vorsprung sogar auf 6 Tore (29:35/46., 31:37/49.), aber die Löwen kämpften sich ins Spiel zurück. Zwei Minuten vor dem Ende stand es 40:39 für Kiel. Gislason nahm seine Auszeit und seine Spieler wachten auf. Titi Omeyer, der gestern nicht seinen besten Tag hatte, kehrte in den Kasten zurück und parierte einen wichtigen Wurf, nachdem Lövgren das 41:39 erzielt hatte. Und trotzdem schaffte Gudjon Valur Sigurdsson das 41:40 und 34 Sekunden vor dem Schluss versuchten die Hausherren mit einer Manndeckung, den Ball zu bekommen, aber Jicha spielte Lündstrom frei und der traf zum Kieler Sieg.
Am bestens beschrieb das Spiel von heute Thorsten Storm, der Löwen-Geschäftsführer: "Wir haben 5:1 geführt gegen einen THW ohne Karabatic und einen Thierry Omeyer, der nicht seinen besten Tag hatte. Aber hier sieht man, der THW bleibt in einer solchen Situation ruhig. Er geht einfach ruhig weiter, steckt negative Erlebnisse sofort weg und diese werden sofort in Tore umgesetzt. "
Rhein-Neckar Löwen: Szmal (1.-18., 41.-60., 7 Paraden), Fritz (18.-41., 7 Paraden); Gensheimer (2), Roggisch (1), Bielecki (5), Tkaczyk (6), Harbok (3), Schwarzer (4), Shelmenko (5), Filip (2), Jurasik (2), Klimowets (1), Sigurdsson (9/3), Groetzki; Trainer: Schewtsow
THW Kiel: Omeyer (1.-24., 58.-60., 7/1 Paraden), Palicka (24.-58., 17 Paraden); Lund (1), Andersson (2), Lundström (1), Kavticnik (5/1), Anic, Lövgren (18/8), Ahlm (4), Zeitz, Klein (5), Jicha (6); Trainer: Gislason