Nikola und seine Teamkollegen haben dieses Finale so sehr gebraucht! Große Favoriten bei jedem Wettbewerb in den letzten Jahren, aber nur einmal im Finale gestanden und Gold geholt: 2006 bei der EM. Und diesmal haben sie es geschafft, wieder ins Finale zu kommen. Ihr Opfer heißt Kroatien, der Olympiasieger von 2004, ein saustarkes Team, das zum zweiten Mal binnen acht Tagen besiegt wurde.
Genau wie in der Partie in der Vorrunde machte auch diesmal die Abwehr den Unterschied, wo Frankreich sich in den entscheidenden Momenten viel stabiler zeigte. Wenn man Abwehr sagt, meint man natürlich auch Titi Omeyer, der einmal mehr mit einer sensationellen Quote von 44% glänzte. Darund waren zwei gehaltene Siebenmeter in der ersten Halbzeit gegen einen Meister vom Punkt, den besten Rechtsaußen der Welt, Mirza Dzomba. Außerdem parierte Daouda Karaboué, der nur für einen Siebenmeter reingekommen ist, einen ganz
wichtigen Versuch gegen Goran Sprem. Mehr als das, behielten die Spieler von Claude Onesta ihre Nerven und verwandelten sicher ihre vier Strafwürfe.
Kroatien ging mit 9:6 nach 16 Minuten in Führung, aber les Bleus zeigten
sich konzentriert. Dank dreier Tore des heute exzellenten Cedric Burdet
übernahmen sie nach 24 Minuten die Führung (11:10). Es war klar, dass die Kroaten den Rückraum Rechts von Montpellier nicht auf der Rechnung hatten. Aber der war Frankreichs Geheimwaffe. Nikola, der bei jeder Bewegung von der gegnerischen Abwehr überwacht wurde, traf zum 12:11 (27.) und so ging es in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Mannschaften weiter ein
Kopf-an-Kopf-Rennen und 10 Minuten vor dem Ende war noch nichts entschieden. Nikola brachte seine Mannschaft 22:21 in Front, aber Kroatien antwortete schnell durch Vukovic. Es waren nur noch acht Minuten zu spielen und es stand 22:22. Was die Kroaten nicht wussten, war, dass sie binnen sieben Minuten kein Tor mehr schießen würden. Metlicic, Lackovic (2 mal), Horvath (2 mal), Duvnjak und auch der einmalige Balic vergaben gegen Titi Omeyer oder fabrizierten technische Fehler. Im Gegenzug spielten les Blues wie befreit auf und trafen drei mal in Folge zum 25:22 ein Minute vor dem Ende.
Überragend in dieser Phase: Narcisse (2 Tore) und Guigou (1 Tor, 1 Anspiel). "Air France" Narcisse machte seinem Spitznamen alle Ehre und warf das 25:22 nach einem Kempatrick, erfunden von Guigou. Und auch wenn der fliegende Franzose zwei leichte Bälle am Ende vergab, alles was die Kroaten noch tun konnten, war ein Tor zum 25:23, dem Endergebnis.
Frankreich: Omeyer (17/2 Paraden), Karaboué (1/1 Parade) - Dinart, Burdet (6), B. Gille (1), G. Gille, Narcisse (6), Girault (3/3), Karabatic (3), Kempé, Abati, Abalo (4), Guigou (2/1), Patty.
Kroatien : Alilovic (5 Paraden), Losert - Sulic (1), Balic (3), Duvnjak, Lackovic, Vori (1), Dominikovic, Dzomba (1), Horvath (5), Vukovic (3), Sprem (5/1), Metlicic (2), Valcic (2).