Frankreich spielte mit angezogener Handbremse und Polen kontrollierte nach einer sehr ausgeglichenen Startphase ab der 15. Minute die Partie. Die Mannschaft von Bogdan Wenta führte bis zur Halbzeit mit zwei, drei und sogar vier Toren (15:11/28, 16:12/29.). Nach dem Seitenwechsel dauerte es bis zur 46. Minute, ehe der Europameister von 2006 den Ausgleich zum 22:22 schaffte und sogar mit einem Tor in Führung ging (23:22/48). Aber mehr war heute nicht drin ohne Titi Omeyer, Guigou und Nikola, der nur 41 Minuten auf dem Feld stand. Damit war das Spiel in den letzten zehn Minuten genau so ausgeglichen wie zu Anfang der ersten 30 Minuten.
Fakt ist aber, dass Les Bleus die einzige Mannschaft ohne Niederlage im
Turnier bleiben, was die Souveranität der Franzosen zeigt. Alle anderen
Teams haben mindestens einmal verloren und Deutschland verpasste als amtierender Weltmeister gar das Viertelfinale, ein unerwarteter Rückschlag für den deutschen Handball. Am Mittwoch erwartet die Spieler von Claude Onesta das erste Finale des Turniers gegen Russland.
Frankreich: Omeyer, Karaboué (10 Paraden) - Dinart (1), Burdet (3), G. Gille (1), B. Gille (4), Narcisse (5), Girault (2), Karabatic (8), Kempé, Abati (2/1), Abalo (4), Guigou, Paty.
Polen: Wichary (12/1 Paraden), Szmal - Jaszka (2), K. Lijewski (4), Jachlewski (3), Tkaczyk (2), Bielecki (4), Siodmiak, B. Jurecki (7), Jurasik, M. Jurecki (0), Tluczynski (5/1), M. Lijewski, Piwko (3).