Zeitgeschehen
06.01.09 - Wochenende bei Nikola (Teil 1)

Ja, ihr könnt sagen: "Was für eine Chance!" Sehen wir auch so. Das Team Nk22 hatte die große Ehre und das große Glück, drei Tage mit Nikola zu verbringen. Die Krönung war das Derby zwischen Kiel und Hamburg.


Freitag, 3. Oktober


22 Uhr: Wir sind endlich da. Zumindest fast... Das Flugzeug ist gerade in Hamburg gelandet. Jetzt noch Richtung Kiel, 80 Kilometer gen Norden.

22.30 Uhr: "Na, habt ihr eine gute Reise gehabt?", begrüßt uns Niko völlig entspannt. "Habt ihr schon gegessen? Nein? Ich mache euch Pasteten. Macht es euch bequem."
In seiner Vier-Zimmer-Wohnung außerhalb der Stadt fühlt sich Nikola pudelwohl, das merkt man. Alles ist sehr gepflegt, wir sehen einen schönen Eiffelturm aus Lego und die Familie, seine Familie, ist auch "dabei". Aber nur auf Bildern an der Wand natürlich.

Mitternacht: Nach einem exzellenten Essen (und wir lügen nicht) und einem guten Kaffee ist es an der Zeit, ins Bett zu gehen. Ist es nicht zu spät? "Das ist komisch. Ich bin keiner, der früh ins Bett geht. Aber ich reagiere auch nicht über. Außerdem muss ich morgen um 9 Uhr beim Training sein." Tschüss...

Samstag, 4. Oktober


8.20 Uhr: Wir können wirklich nicht sagen, dass Niko ein Frühaufsteher ist. Die Haare sind strubbelig und er zieht schnell seinen Trainingsanzug an, schluckt Zerealien aus einer großen Schale, trinkt einen Kaffee und nimmt seine Tasche. Wir machen los...

9 Uhr: Wir sind da! Habt ihr erwartet, einen ultramodernen Komplex zu sehen? Eine einzartige Trainingshalle nur für den THW? Alles falsch! Wir befinden uns in einer Grundschule, wie es viele andere in Deutschland gibt. Aber die Kieler haben sich hier eingelebt.

9.20 Uhr: Einer kommt zu spät! "Sc..., ich habe vergessen, dass wir Video haben. Die Strafe wird richtig teuer." Es ist Igor Anic in voller Panik. Wie bei vielen anderen europäischen Vereinen wird jede Verspätung bestraft. Und wir versichern euch, dass 20 Minuten Verspätung beim THW richtig teuer sind.

12.05 Uhr: Endlich fertig! "Es dauerte lange heute", so Niko. Aber morgen wartet auf uns ein großes Spiel. Wir haben die Spielzüge wiederholt, die Hamburg das Leben in Angriff und Abwehr schwer machen sollen. Wir sind vorbereitet. Auf jeden Fall ist das meine Überzeugung. "Niko und Titi verlassen den Parkplatz der Grundschule und gehen einen kleinen Kaffee trinken.

14 Uhr: Dank eines Salates und eines Soda wirkt Nikola frischer. Diesen Nachmittag dreht er eine Reportage. Antoine Le Roy von Canal+ und Antoine Garcia, sein Kameramann, folgen ihm Richtung Kieler Werft. Der Journalist hat ein sehr schönes Dekor entdeckt. Nikola hat sein ganzes Leben geschauspielert, weil er locker scheint. Übrigens, die Sendung nennt sich "Intérieur Sport" und wird am 10. Januar auf Canal+ angezeigt.

18 Uhr: Vier Stunden Dreharbeiten sind vorbei. "Als ich gesehen habe, dass Nikola angefangen hat zu zittern, war es Zeit aufzuhören. Ich will nicht verantwortlich für eine Krankheit sein." Nikola lächelt, Antoine auch. Und zwar hinüber zu einer kleinen "Hütte", gegenüber der "Sparkassen-Arena". Dort werden wir morgen das Derby des 7. Spieltages verfolgen. "Come on, Kumpels, eine heiße Schokolade und dann gehen wir ins Restaurant."

21 Uhr: Niko bestellte sich ein Stück Fleisch, das auf italienische Art gekocht wurde. Viele Gäste haben ihn erkannt. Ein kleiner Junge, völlig schüchtern, kommt und fragt in perfektem französisch: "Entschuldigung, kann ich ein Autogramm bekommen?"

"Natürlich. Sprichst du französisch? Woher kommst du?"

"Ich wohne hier, in Kiel, aber meine Mutter kommt aus Nizza. Danke, Monsieur, und viel Erfolg morgen."

23 Uhr: Wir sind zurück bei Niko. Er hat schon die Zahnbürste im Mund. Ein kurzer Blick in seine Emails und er ist schon im Bett. "Bis morgen! Schlaft gut, morgen habt ihr viel zu sehen."



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